Rückenschmerzen: Immer mehr Menschen sind betroffen

Etwa jeder dritte Deutsche leidet regelmäßig an Rückenschmerzen. Durchschnittlich 69 Prozent der Bundesbürger, immer häufiger auch junge Menschen, sind zumindest gelegentlich davon betroffen. Das kommt die Krankenversicherten teuer zu stehen, denn über ein Viertel aller Krankheitstage lassen sich auf Rückenbeschwerden zurückführen.

Das vermehrte Auftreten von Rückenschmerzen hat unterschiedliche Gründe, allen voran mangelnde Bewegung. Fehlt der Wirbelsäule regelmäßige Bewegung, bildet sich die Muskulatur zurück und kann die Wirbel nicht mehr effektiv entlasten. Dadurch kommt es zu Abnutzungserscheinungen an den Wirbelkörpern und den Bandscheiben, die als Pufferscheiben zwischen den Wirbelkörpern liegen. Dabei kann im Zusammenhang mit einem Bandscheibenvorfall auch der Ischiasnerv gereizt werden, was zu starken Ischiasschmerzen führt, die bis in die Beine ausstrahlen.

Zudem werden Rückenschmerzen durch Übergewicht und eine schlechte Haltung beim Gehen und Sitzen begünstigt. Deshalb ist gerade für Kinder und Jugendliche ausreichend Bewegung dringend notwendig um Erkrankungen des Rückens entgegenzuwirken.

 

Rückenschmerzen haben vielfältige Ursachen und Auswirkungen

Die Mediziner unterscheiden zwischen spezifischen und unspezifischen Rückenschmerzen. Beim spezifischen Rückenschmerz lässt sich die Ursache eindeutig diagnostizieren, für die unspezifischen Rückenschmerzen kann kein Ursprung nachgewiesen werden. Dabei handelt es sich nur in 15 Prozent aller Fälle um spezifische Schmerzen; in 85 Prozent der Fälle lässt sich keine eindeutige Ursache für die Schmerzen finden.

Bei neunzig Prozent aller Betroffenen können die Rückenbeschwerden innerhalb einiger Wochen geheilt werden. Zehn Prozent der Patienten erkranken allerdings chronisch, was nicht selten zu stark eingeschränkter Lebensqualität der Betroffenen führt. Oft sind Arbeitsunfähigkeit oder Frührente die Folge.

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